Wie kann es leiser werden?

Bei der Aufstellung und Umsetzung des Lärmaktionsplanes wird dem Schutz der Nachtruhe oberste Priorität eingeräumt, denn Lärm beeinträchtigt den Schlaf und vermindert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Die Strategien der Lärmaktionsplanung bilden unmittelbar die Vorgabe für die Entwicklung konkreter Handlungsaufgaben, die im weiteren Verlauf der Bearbeitung im Lärmaktionsplan der Stadt Emden zusammengefasst werden.

Städtebauliche Maßnahmenansätze

Bei der Aufstellung von Bauleitplänen sollen Festsetzungen getroffen werden, die die Bedingungen für eine städtebauliche Lärmminderung an Hauptverkehrsstraßen bspw. durch abschirmende Bauten oder kreative Wohnungsgrundrisse weiter verbessern. In Teilabschnitten ist die Anlage von Wällen (auch unter stadt- und landschaftsgestalterischen Aspekten) zu prüfen. In Bezug auf die tatsächliche Lärmsituation entlang der belasteten Hauptverkehrsstraßen sind die städtebaulichen Minderungswirkungen jedoch vergleichsweise gering und eher auf einen langfristigen Zielhorizont abgestellt.

Verkehrliche Maßnahmenansätze

Am meisten Potential für die Lärmminderung liegt in der Verkehrsabwicklung auf dem innerstädtischen Hauptverkehrsstraßennetz. Der Kfz-Verkehr in der Stadt Emden ist in Teilbereichen in Bezug auf seine Dämpfung hinsichtlich des Lärmschutzes zu verbessern.

Weitere wesentliche verkehrliche Maßnahmenansätze sind:

- Verkehrsvermeidung

- Verkehrsverlagerung

- Verringerung der Kfz-Fahrgeschwindigkeiten

- Verstetigung des Verkehrsflusses

- Straßenraumgestaltung

- Verkehrslenkung

- Verwendung lärmmindernder Fahrbahnbeläge

Die Lärmminderungswirkung von Maßnahmen wird subjektiv oft stärker empfunden als ihre rechnerische Ermittlung aussagt. Entsprechende Erfahrungswerte werden bei der Auswahl der Maßnahmen berücksichtigt.